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Hundeschule Kaiser
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Der Hundeführerschein in Berlin - Generelle Leinenpflicht ja , aber erst ab 1.01.2019

Im Berliner Hundegesetz, welches seit dem 22.06.2016 in Kraft ist, sind die Neuregelungen zur Leinenpflicht verankert. Zum 1. Januar 2019 tritt die Hundegesetzdurchführungsverordnung in Kraft. Durch diese werden Anforderungen und Details für die Ausnahmen von der generellen Leinenpflicht geregelt. Wer nicht zu den Ausnahmen gehört, hat in Berlin seinen Hund außerhalb von ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten und -freilauflächen sowie Privatgrundstücken stets an der Leine zu führen.

FAQ zum Hundegesetz und der Durchführungsverordnung

Auf der Informationsseite der Stadt steht zur Leinenpflicht:

Nach dem neuen Hundegesetz gilt eine allgemeine Leinenpflicht im öffentlichen Raum. Mit Inkrafttreten der noch ausstehenden Durchführungsverordnung sind Hunde danach außerhalb von ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten/Hundegärten und Privatgrundstücken grundsätzlich an der Leine zu führen. Ausnahmenregelungen von dieser allgemeinen Leinenpflicht gelten ebenfalls erst mit Inkrafttreten dieser Rechtsverordnung. Bis dahin gelten die Regelungen zur Leinenpflicht des bisherigen (alten) Hundegesetzes weiter, wonach Hunde in bestimmten Bereichen der Stadt (unbelebte Straßen und Plätze, Brachflächen etc.) noch unangeleint geführt werden dürfen.   

Ab 1. Januar 2019 tritt die Durchführungsverordnung / Rechtsverordnung und damit die Leinenpflicht in Kraft.

Bis dahin bleibt erstmal alles wie es ist. Das kann man auch so dem Ordnungsamt oder Passanten mitteilen.

Zum Thema Sachkundenachweis / Hundeführerschein gibt es folgende neue Informationen:

Wer einen Hund in der Öffentlichkeit sicher führen kann und das durch eine erworbene Sachkundebescheinigung (sog. Hundeführerschein) nachweist, darf den Hund wie nach bisherigem Recht in bestimmten Bereichen der Stadt (unbelebte Straßen und Plätze, Brachflächen etc.) frei laufen lassen, d. h., der allgemeine Leinenzwang gilt für diese Hunde nicht. Diese Ausnahme besteht auch für einen bereits vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 22. Juli 2016 gehaltenen Hund sowie für Hundehalter, welche auf Antrag dem Amt nachweisen, dass sie ihren Hund in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre ohne registrierte Zwischenfälle gehalten haben.  

Wer ab Inkrafttreten der allgemeinen Leinenpflicht eine Sachkunde ablegen möchte, muss dies bei einem zugelassenen Sachverständigen tun. In der Übergangszeit von mindestens einem Jahr, sind die bisher zugelassenen Sachverständigen für Sachkunde und Wesenstest zuständig. Nach und nach werden dann weitere Sachverständige ernannt.

Rechtzeitig vor Inkrafttreten der generellen Leinenpflicht, ca. ab Anfang November, bieten wir Kurse zur Vorbereitung auf den Hundeführerschein / Sachkundeprüfung an.

Ob die bei einigen Hundeschulen bereits erhältlichen Hundeführerscheine z. B. vom BHV und IBH als Sachkundenachweis für die Leinenbefreiung in Berlin anerkannt werden, ist fraglich. Laut Durchführungsverordnung kann erst ab 1. Januar 2019 die Sachkundeprüfung abgelegt und die Sachkundebescheinigung beantragt werden.


Zum Thema Hundekauf / Neuanschaffung gilt ab sofort folgende Neuregelung:
"Aufnahme der Haltung eines Hundes bis zum Alter von einem Jahr in Berlin ist nur noch gestattet, wenn der Hund von einer anerkannten Tierschutzorganisation oder einer sachkundigen Person erworben wird; bei Abgabe eines Hundes ist dem Erwerber eine Bescheinigung u. a. über die Rasse/Kreuzung zu erteilen (§ 16 Absatz 3 und 4 HundeG). Privatpersonen wird die Abgabe junger Hunde untersagt."

Inwieweit diese Neuregelung kontrolliert wird, bleibt abzuwarten.

 

Des Weiteren hat jeder Hundehalter ab sofort die Pflicht, einen Kotbeutel mit sich zu führen. Bleibt zu hoffen, dass diese auch benutzt und ordentlich entsorgt werden. ;-)

Berliner Hundegesetz
Hundegesetz Berlin.pdf (145.91KB)
Berliner Hundegesetz
Hundegesetz Berlin.pdf (145.91KB)